Initiative Pro Netzneutralität

1TDay: Die Schulden der US-Studenten erreichen ein Billion

25.04.2012 02:10


Pressemeldung von Occupy Wall Street vom 24.04.2012
Übersetzung: BrunO


© Grafik: Occupy* Posters CC: By-NC-SA via flickr 

In New York und staatenweit sind Occupy-Aktionen geplant

Für den 25. April sind auf den Campussen und in den Gemeinden im ganzen Land Demonstrationen und kreative Proteste angekündigt, um auf den “Ein Billionen Dollar Tag” (1TDay) hinzuweisen, der Tag, an dem die Verschuldung der Studenten eine Billion Dollar erreicht. Diese abgestimmten Aktionen werden die Aufmerksamkeit auf den betrügerischen Markt für Studentenkredite lenken, aber auch auf das korrupte Kreditgebaren der Bildungseinrichtungen. Der 1TDay wird die finanziellen und sozialen Langzeitfolgen für Studenten und Familien mit unbewältigbaren Studienschulden beleuchten.

In mindestens einem Duzend Städten sind Solidaritäts-Aktionen geplant, von Sallie Maes nationalem Hauptsitz in Newark, Delaware bis zu all seinen regionalen Niederlassungen. Die Demonstranten werden koordinierten, gewaltfreien, zivilen Ungehorsam üben. Bei manchen Aktionen werden Kreditkarten verbrannt. Bei den gemeinsamen Aktionen mit Occupy Wall Street und einer Koalition aus Studenten- und Gemeindegruppen in Ney York werden Pseudofeierlichkeiten mit Reverend Billy und dem Stop Shopping Choir [Anti-Kauf-Chor], mit den Plus Brigades [neue Aktionsform] und den Billionaires for Dept [Pro-Schulden-Milliardäre] stattfinden.

In New York City: Am 25. April um 16:00 Uhr, an den Südstufen des Union Square
Staatenweit: Auf 1tday.org finden sie eine Liste der demonstrierenden Gemeinden und Campusse
Follow on Twitter: @1Tday and #1TDay

“Ich bin die erste Person in unserer Familie” sagte Annie Spencer, eine Promotionsstudentin an der City University in New York (CUNY) und Aktivistin der Occpuy Kampagnen gegen die Verschuldung von Studenten. “Ich habe nun 80.000 Dollar Schulden und kann nicht absehen, wann ich jemals wieder ohne finanzielle Sorgen sein werde. Jenen von uns, die diese eine Billion Dollar Schulden aufgenommen haben, wurde ein besseres Leben als Gegenleistung für diese Verpflichtung versprochen, doch die Karten waren von Anfang an zu unseren Ungunsten gemischt.”

Die Neue Version von Studienschulden:

Die Verschuldung der Studenten, welche nun alle Arten von Verbraucherschulden übertrifft, bekommen eine neue Verpackung und werden als kapitalgestützte Sicherheiten verkauft, ähnlich wie die Immobilien-Hypotheken.

Staatlich verbürgte aber auch private Studentenkredite werden auf globalen Schuldenmärkten als finanzielle Instrumente zu Erzielung von Gewinnen verkauft. Viele Beobachter vermuten, daß sich hinter der Keditindustrie für Studenten ein ähnlicher Blaseneffekt verbirgt, wie die Immobilienkrise von 2007.

Absolventen der Jahrgänge 2010 haben durchschnittlich 25.250 Dollar Studienschulden während die Studiengebühren jährlich um 5 Prozent steigen und die Lebenshaltungskosten übersteigen. Während die bundesstaatlichen und staatlichen Regierungen die Ausgaben für Hochschulbildung herunter gefahren haben, ist eine steigende Zahl von Studenten gezwungen, private Kredite aufzunehmen, um ihr Studium zu finanzieren.

“Der eine Billion Dollar Tag erinnert daran, daß die privaten Banken immer noch sehr stark im betrügerischen Kreditmarkt engagiert sind; diesmal geht es um Studenten, nicht um Eigenheimbesitzer”, fügte Professor Andrew Ross hinzu, ein weiterer Organisator der Occupy Student Debt 1TDay Kampagne. [T und B: eine amerikanische Trillion ist eine europäische Billion.]


Der “One Trillion Dollar Day” wird von der “Occupy Student Debt Campaign” (1tday.org) organisiert, einer Koalition aus Occupy-Gruppen welche die Themen Studentenverschuldung und betrügerisches Kreditgebaren mit den vereinten Kräften der Community angehen. Die Aktion am 25. April verkörpert die Grundprinzipien der Kampagne, die eine gebührenfreie Ausbildung fordert. Vorschule bis Doktortitel sollten für Studenten kostenlos sein.

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Erstellt: 25.04.2012 02:10
Geändert: 25.04.2012 02:53
URL: http://blog.ufocomes.de/index.php?id=100

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